Was kann Hamburg

Culturally Concerned – Welche Rolle hat Kultur in Hamburg?

29. Oktober 2020, 9:00Uhr

Tulga Beyerle, Musuem für Kunst und Gewerbe, Carsten Brosda, Hamburger Kultursenator und Tim Renner, Musikproduzent, Berliner Staatssekretär für Kultur a.D. diskutieren was beim Thema Kultur in Zukunft wichtig wird und warum. Interessierte Bürger:innen können sich hier anmelden und ihre Fragen im Chat stellen.

Was ist uns wirklich wichtig, wie wollen wir leben? Hamburg Konvent diskutiert die Zukunft der Stadt.

Ideen und Anregungen gerne per Mail an info@hh-konvent.de oder im Netz mitdiskutieren unter dem Hashtag #hhkonvent

Stadtgespräch mit Wienke Bodewes

Kerstin von Stürmer spricht mit dem niederländischen Experten Wienke Bodewes über die Zukunft des Hafens.

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Hamburg Konvent Hinhören mit Wienke Bodewes

Wir leben in Zeiten großer Veränderungen und epochaler Umbrüche: Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung werden unsere Gesellschaft in fast allen Bereichen – Wirtschaft, Kultur, Bildung oder Gesundheit – stark verändern. Im Podcast „Hamburg Konvent Hinhören“ diskutieren verschiedene Persönlichkeiten diese Themen mit einem Blick auf die Stadt Hamburg und geben ihre Beobachtungen als Impulse in die Diskussion um die Zukunft der Stadt. Der Podcast „Hamburg Konvent Hinhören“ ist Teil der Plattform Hamburg Konvent.

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"Vielleicht können wir Holländer besser moderieren"

Wienke Bodewes hat den Wandel der Häfen von Rotterdam und Amsterdam weg vom reinen Containerhafen begleitet. Hier erklärt er, warum Hamburg umdenken muss.

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"Wohnungen sollen in der breiten Masse keine Kapitalanlage sein"

Wer in Hamburg oder einer anderen Großstadt eine bezahlbare Wohnung sucht, blickt voller Neid nach Wien. Zu Recht? Ein Interview mit dem Wiener Planungsdirektor.

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Hamburg Konvent Hinhören mit Thomas Madreiter

Wir leben in Zeiten großer Veränderungen und epochaler Umbrüche: Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung werden unsere Gesellschaft in fast allen Bereichen – Wirtschaft, Kultur, Bildung oder Gesundheit – stark verändern. Im Podcast „Hamburg Konvent Hinhören“ diskutieren verschiedene Persönlichkeiten diese Themen mit einem Blick auf die Stadt Hamburg und geben ihre Beobachtungen als Impulse in die Diskussion um die Zukunft der Stadt. Der Podcast „Hamburg Konvent Hinhören“ ist Teil der Plattform Hamburg Konvent.

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Stadtspaziergang mit Thomas Madreiter

Wie funktioniert die Stadt der Zukunft? Die österreichische Hauptstadt Wien gilt als "Musterstadt" in Sachen Wohnen und Mobilität. NDR Moderatorin Kerstin von Stürmer

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Unsere Beobachtungen

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Wir brauchen eine Kultur des Miteinander.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Hamburg in schwierigen Zeiten zusammensteht. Nach unserer Beobachtung hat die Krise aber auch Schwächen und Versäumnisse offengelegt und uns vor Augen geführt, wie viele Menschen in der Not plötzlich die Hilfe von Nachbarn, Freunden und Kollegen brauchen. Es war viel von Solidarität die Rede: Solidarität der Jüngeren mit den Älteren. Hier wurde oft die Verbindung zur Klima-Krise gezogen: Nun müssten die Älteren sich auch mit den Zukunftsinteressen der Jüngeren solidarisch zeigen. Was müssen wir tun, um auch in Zeiten sich polarisierender Gesellschaften auf eine Kultur des Miteinander, auf die Solidarität zwischen den Generationen und die Resilienz unserer Strukturen vertrauen zu können?

Erläuterung

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Hamburg in schwierigen Zeiten zusammensteht. Nach unserer Beobachtung hat die Krise aber auch Schwächen und Versäumnisse offengelegt und uns vor Augen geführt, wie viele Menschen in der Not plötzlich die Hilfe von Nachbarn, Freunden und Kollegen brauchen. Es war viel von Solidarität die Rede: Solidarität der Jüngeren mit den Älteren. Hier wurde oft die Verbindung zur Klima-Krise gezogen: Nun müssten die Älteren sich auch mit den Zukunftsinteressen der Jüngeren solidarisch zeigen. Was müssen wir tun, um auch in Zeiten sich polarisierender Gesellschaften auf eine Kultur des Miteinander, auf die Solidarität zwischen den Generationen und die Resilienz unserer Strukturen vertrauen zu können?

Erläuterung

Viele tradierte Geschäftsmodelle geraten gerade unter Druck – vom Hafen bis zum Einzelhandel. Gerade Hamburg ist davon stark betroffen. Wir beobachten, dass der Wandel in seiner Disruption vielfach noch unterschätzt wird und der Mut für größere Weichenstellungen fehlt. Eine echte Transformationsstrategie fehlt. Wir müssen uns daher darüber unterhalten, was jetzt zu tun ist, um eine innovative Wirtschaft mit zukunftssicheren, guten Arbeitsplätzen in Hamburg zu erhalten. Denn ohne eine starke Wirtschaft wird die Stadt ihre Lebensqualität, ihre soziale und kulturelle Infrastruktur nicht erhalten können.

Erläuterung

Hamburg ist keine „schlafende Schöne“ mehr, wie einst Helmut Schmidt über die Stadt sagte. Hamburg hat sich in vielen Bereichen gut entwickelt. Wir beobachten jedoch, dass Hamburg dazu neigt, mit sich zufrieden zu sein. Gerade jetzt aber wäre es wichtig, ambitioniert zu sein – in der Kultur, in der Wissenschaft und bei Innovationen. Was können wir tun, um die Lust auf Exzellenz und den Mut zum Wandel zu wecken?

Erläuterung

Hamburg bezeichnet sich gerne als „Tor zur Welt“. Nicht nur die Mutter von Karl Lagerfeld pflegte, wie er gerne erzählte, dann zu sagen, dass Hamburg eben nur das Tor, aber nicht die Welt sei. Wir teilen diese Beobachtung auch heute noch. Die Stadt ist nicht so international, wie sie selbst von sich behauptet. Internationale Talente und Verbindungen sind heute jedoch der Schlüssel für Ideen und Innovation, sie bleiben aber der Stadt noch zu oft fern. Wir fragen, was Hamburg tun muss, um als Standort international bedeutender und attraktiver für Talente zu werden.

Erläuterung

Das Thema Wissenschaft steht mittlerweile weit oben auf der Agenda Hamburgs. Das ist gut und richtig, denn Standorte definieren sich immer stärker über Wissenschaft und Forschung. Und doch ist unsere Beobachtung, dass es an wissenschaftsaffinen und wissenskulturellen Mentalitäten und Milieus in der Stadt noch fehlt. Schon Arthur Schopenhauer beklagte, dass in der Stadt der Kaufleute die Wissenschaft und die Kultur nicht zu Hause seien, so dass er selbst der Stadt den Rücken kehrte. Was müssen wir also tun, um eine Hamburger Wissensgesellschaft und ein offenes Ökosystem für Innovationen zu entwickeln?

Erläuterung

Eine Stadt wie Hamburg steckt voller Ressourcen, deren intelligente Nutzung die Lebensqualität enorm erhöhen kann. Mit natürlichen Ressourcen nachhaltig umzugehen und das Wissen und das Engagement von Menschen zu entwickeln, ist für den bevorstehenden Strukturwandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft und einer digitalen Gesellschaft die vielleicht wichtigste Voraussetzung. Gerade technologisch bieten sich in der Mobilität, in der Bildung und im Wohnungsbau neue Möglichkeiten, den Bewohnern der Stadt mehr Zeit, Raum und Chancen zu geben. Nach unserer Beobachtung gibt es hier noch ungenutzte Potenziale und Chancen. Wie können wir in Zukunft unsere urbanen Ressourcen nachhaltiger und kreativer nutzen und den Menschen den Zugang zu ihnen verbessern?

Erläuterung

Städte entfalten weltweit eine enorme Faszination, sie sind und waren schon immer Anziehungspunkte für Ideen und Talente, und Orte der Avantgarde und des Wandels. Auch heute erleben wir große Umbrüche und neue technologische Möglichkeiten, die uns herausfordern und inspirieren. Gerade jüngere Menschen wollen am Puls der Zeit sein, mitgestalten und entwickeln. Gleichzeitig geht es darum, die gesamte Stadtgesellschaft an diesen Prozessen teilhaben zu lassen. Wir beobachten, dass Hamburg im Vergleich zu anderen Städten weniger dynamisch und inspiriert ist. Was kann man tun, um Hamburg zu einem Ort zu machen, der dichter am Puls dieser aufregenden Zeiten ist und Menschen anlockt, die hier kreativ und unternehmerisch aktiv sein wollen?

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Wer steht hinter Hamburg Konvent?

Initiatoren

Der Idee des Hamburg Konvent stammt aus der Bürgergesellschaft heraus. Initiatoren sind Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Dr. Nikolas Hill, früherer Staatsrat und Partner der von Beust & Coll. Beratungsgesellschaft, und Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor und Geschäftsführer des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Als Partner und Förderer unterstützen die PUSHH Pahnke und Schwieger GmbH und Arcadis den Hamburg Konvent.

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Nikolas Hill

Der Jurist begann seine berufliche Laufbahn beim NDR als Referent des Stellvertretenden Intendanten und wechselte 2006 als Leiter des Planungsstabs in die Hamburger Senatskanzlei. Dort verantwortete er maßgeblich die Weiterentwicklung des strategischen Leitbilds der bundesweit ersten schwarz-grünen Landesregierung. Ab 2009 bis zu seinem Ausscheiden aus den Diensten des Senats im Jahr 2017 war Hill zunächst Staatsrat der Behörde für Kultur, Sport und Medien und dort als Verhandlungsführer für die Neuordnung der baulichen Realisierung der Elbphilharmonie im Auftrag des damaligen Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz zuständig. Später wechselte er als Staatsrat in die Behörde für Justiz und Gleichstellung und wurde danach als Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Spiele 2024 berufen. Derzeit ist er als Mitglied der Geschäftsführung der von Beust & Collegen Beratungsgesellschaft tätig.

Partner

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ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Als Teil und Förderer einer liberal weltoffenen Zivilgesellschaft möchte die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Wissen fördern, Kultur bereichern und Kompetenzen stärken. Ihre Förderaktivitäten richten sich auf Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Politik und Gesellschaft sowie das Bucerius Lab. Flaggschiffe ihres Engagements sind die im Jahr 2000 gegründete Bucerius Law School und das 2002 etablierte Bucerius Kunst Forum am Hamburger Rathausmarkt.
„Mit dem Hamburg Konvent möchten wir Ideen sammeln, die diese Stadt ein Stück weit bewegen können. Das würden wir als Stiftung gern fördern – dass die Stadt insgesamt in einen Diskussionsprozess tritt, an dem viele Bürgerinnen und Bürger teilhaben,“ sagt Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung.

Der Prozess

Wohin soll die Reise gehen?

Der Prozess ist dreigliedrig: Im ersten Schritt finden acht „Hamburger Spaziergänge“ mit Persönlichkeiten aus sehr unterschiedlichen Bereichen statt, welche aus ihrer außenstehenden, einen kritisch-wohlwollenden Blick auf Hamburg werfen und ihre Beobachtungen und Eindrücke als Impuls in die Diskussion geben. Im zweiten Schritt haben die Einwohnerinnen und Einwohner Hamburgs die Gelegenheit, diese Impulse im Rahmen von Online-Diskussionen zu diskutieren und eigene Beobachtungen zu ergänzen. Im dritten Schritt bringt der Konvent die Erkenntnisse dann zusammen. Ziel ist es, Themenschwerpunkte für die Zukunft der Stadt zu etablieren und Stimmungsbilder zu erzeugen.

Die Ausgangsfrage: Was kann, will und soll Hamburg?

Hamburg ist eine außerordentlich wohlhabende und schöne Stadt. Wofür aber steht Hamburg? Sind wir auf die Zukunft, auf den Wandel, in dem wir mittendrin stecken, gut vorbereitet? Was will die Stadt und was kann sie? Sich darüber bewusst zu werden, kann helfen, die vor uns liegenden Herausforderungen und Veränderungen besser zu bewältigen. Durch die folgenden sieben Beobachtungen wollen wir den Diskurs anstoßen, zum Nachdenken und Weiterdenken anregen, aber auch Widerspruch provozieren und dazu einladen, eigene Beobachtungen einzubringen.

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Der Diskurs: Wie wollen wir leben? Spaziergänge in unsere Zukunft

Zur Vorbereitung des eigentlichen Hamburger Konvent wollen wir themen- und stadtgesellschaftsübergreifend einen offenen Diskurs über die Zukunft und die Ziele Hamburgs anstoßen. Im Zentrum stehen dabei sieben „Hamburger Spaziergänge“ mit Persönlichkeiten aus sehr unterschiedlichen Bereichen, die aus ihrer außenstehenden, notwendig subjektiven Perspektive einen kritisch-wohlwollenden Blick auf Hamburg werfen und ihre Beobachtungen und Eindrücke als Impuls in die Diskussion geben. Ein kontemplativer Spaziergang führt zu verschiedenen Orten und Menschen der Stadt. Julia Sen wird für den NDR unsere Persönlichkeiten auf ihren Spaziergängen begleiten. Weiterhin werden Podcasts (auf dieser Seite) mit unseren Spaziergängerinnen und Spaziergängern authentische Eindrücke vermitteln. Und natürlich sind alle Hamburgerinnen und Hamburger aufgefordert und eingeladen, sich an diesem Diskurs zu beteiligen – ob mit konkreten Vorschlägen und Ideen für den Hamburg Konvent oder einfach in Gesprächen mit der Familie, Bekannten und Freunden – zu der Frage: Wie wollen wir in Hamburg leben?

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Die Aufbruchsagenda: ein Leitbild für Zukunftsgestaltung

Ein abschließendes Aufbruchsagenda, das vom Konvent verabschiedet wird, soll die Ergebnisse des Hamburg Konvent festhalten und als Leitbild Orientierung für die Gestaltung der vor uns liegenden Transformations- und Veränderungsprozesse bieten. Bei vielen der vor uns liegenden Umbrüchen betreten wir Neuland. Wir müssen entscheiden und handeln unter Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, durch die Leitideen und Grundwerte Orientierung zu schaffen. Daran können wir politische Entscheidungen und wirtschaftliches Handeln messen: Wie fair, nachhaltig und generationengerecht sind wir, befördern sie ein gesundes, chancenreiches und selbstbestimmtes Leben?

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Der Konvent: Hamburgs Leitideen und Grundwerte

Der Hamburg Konvent im Hammerbrooklyn Digital Campus bildet den Abschluss und Höhepunkt des mehrwöchigen Stadtdiskurses. In einer Versammlung aller anwesenden und zugeschalteten Bürgerinnen und Bürger sollen auf der Grundlage der gesammelten Impulse und Erkenntnisse die Leitideen und Grundwerte Hamburgs auf dem Weg in die Zukunft diskutiert werden. Sie sollen zugleich Ausdruck der Vision sein, wie jetzige und zukünftige Generationen der Hamburgerinnen und Hamburger leben wollen. Denn es geht darum, in den nächsten Jahren des disruptiven Wandels unsere Zukunft mutig zu gestalten und unsere Traditionen selbstbewusst zu bewahren. Gerade für eine Stadt wie Hamburg mit ihrer bewegten Geschichte bietet die Kombination aus Fortschrittsoptimismus und Werteorientierung die Grundlage für eine gute Zukunft. Wir wollen wissen: Wohin soll die Zukunft uns führen und was ist uns wichtig?

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